Notfalldarstellung

Die Notfalldarstellung (damals noch Realistische Unfalldarstellung (RUD)) ist ein Aufgabenbereich beim Katastrophen- und Zivilschutz, der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst. Beim Deutschen Roten Kreuz ist diese Aufgabe normalerweise dem Jugendrotkreuz vorbehalten. Man kann die ND in zwei Bereiche aufteilen: Das Schminken von Verletzungen und das Darstellen eines Notfalls.

Ziele

Das Ziel der ND ist es, Einsatzkräfte und Personen, die Hilfe leisten müssen, im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung möglichst realitätsnah am Menschen trainieren zu lassen. Übermäßige Panik und Patienten-gefährdendes Verhalten wird dadurch entgegen gewirkt.

Darstellung

Neben dem gekonnten schminken von Verletzungen ist natürlich die realitätsnahe Darstellung ein wichtiger Punkt. Der Darsteller muss auf Handlungen des Helfers entsprechend reagieren und einen meist unvorhersehbaren Krankheitsverlauf schauspielern. Aber auch Betroffene, die nicht direkt verletzt sind, sind Teil einer ND-Übung, indem sie z.B. Helfer behindern oder den Gefahrenbereich betreten.

Requisiten und Material

Neben einem Schminkkoffer, welcher Kunstblut und Modelliermasse für Fleischverletzungen beinhaltet, kommen bestimmte Requisiten zum Einsatz. Alle verwendeten Materialien dürfen keine körperlichen Schäden bei den Helfern oder Darstellern verursachen. Auch Spezialeffekte, wie z.B. Pyrotechnik bei Autounfällen, gehören zu häufig verwendeten Requisiten bei Großübungen.

ND-Leitung und "Realfall"

Bei jeder ND-Aktion gibt es einen ND-Leiter (und ggf. Leitungshelfer) die darauf achten, dass mit den Darstellern vorsichtig und korrekt umgegangen wird. Falls ein Darsteller eine echte Verletzung hat, stoppt er mit dem Signalwort "Realfall" seine Darsteller-Rolle und veranlasst echte Erste-Hilfe-Maßnahmen.

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